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17.)
Malscher Namen – Zusammenfassung:
Lautschrift/Rechtschreibung Wir haben allen Grund, uns zunächst
für die zahlreichen Reaktionen auf die vier letzten Beiträge zu obigem Thema
zu bedanken. Dies zeigt doch, dass unsere Arbeit nicht sinnloser Selbstzweck,
sondern von der Allgemeinheit , insbesondere von vielen älteren Malscher
Menschen nicht nur akzeptiert und verstanden , sondern sogar erwartet wird.
Beispielhaft will ich hier nur den telephonischen Kommentar eines bald neunzigjährigen
Malscher Mitbürgers anfügen : „Wenn ich des lesä du, nod griege
grad Hoimweh noch frijor!” Bevor wir nun auf die vielen Ergänzungen von Seiten der Leser/innen eingehen werden, möchten wir zunächst einem mehrfach geäußerten Wunsch entsprechen, doch noch einmal die Besonderheiten der von uns verwendeten Lautschrift (in aller Kürze) darzustellen. (Ausführlich ist dies ja nachzulesen in den Beiträgen Nr. 1 bis 10 zum Thema „Unsere Malscher Sprache”.) Das allerwichtigste : LAUTSCHRIFT
KENNT (fast) KEINE
RECHTSCHREIBUNG !! Denn mittels Lautschrift will man lediglich versuchen, das geschriebene
Wort, also „Dinge”, so
darzustellen, so zu
be-schreiben, wie sie (wenigstens annähernd) auch
„klingen” ! Den Klang einer Sprache bewirken aber vor allem die Vokale, die sogenannten Selbstlaute a, e, i,
o und
u . In unserer Malscher Sprache gibt es aber neben den fünf genannten Vokalen noch drei weitere Sondervokale, nämlich : e : klingt wie ein reines, dunkles ä, wird aber auch in Schriftdeutsch als e geschrieben. Beispiele: Hex , leer , schwer , wer . (Aber : Bedd, jetz, Schnee, Weweh) o : klingt fast wie ein nasales französisches o , also etwas „zusammengedrückt” . Beispiele: ojoo?! (ach ja?!), nood (dann), noi (nein). (Aber : Dropf, ob, sossoo!) ä
: klingt wie ein etwas
„zusammengequetschtes” ä . Beispiele: ä, än (ein), hä-ä (heftiges nein), wänn (wenn), ämmä schänä Dag (eines schönen Tages). (Aber
: Däbb,
häbb, Därfl) Händor des jetz alle vorschdonnä ??
Nod kinnordmor
s’nägschde Mol jo mit unsornä Malschor
Schbezialnommä weidormachä. |