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 Spuren der Wüstung Ziegelhofen auf Malscher Gemarkung

Ziegelhofen war ein Hofgut der Zisterzienserabtei Herrenalb. Schon im 13. Jahrhundert in einer Papsturkunde als „Cyegelhouen“ fassbar, war es in den folgenden Jahrhunderten immer wieder Anlass zu Grenzstreitigkeiten zwischen dem Kloster und den Dörfern Malsch,, Bietigheim sowie Ötigheim, wovon mehrere Urkunden Auskunft geben.

Noch Ende des 16. Jahrhunderts werden 36 Hofstellen mit mehr als 1000 Morgen Land nachgewiesen. Ob es eine eigene Gemarkung besaß oder innerhalb der Malscher Mark mit besonderen klösterlichen Rechten ausgestattet war, ist noch unklar und z.Zt. ein Punkt der Urkundenauswertung.

Zum Ziegelhofgut gehörte auch der Ziegelhofbrunnen, der erstmals 1511 in einer Urkunde erwähnt wird, welcher aber zweifellos wesentlich älter ist.

Es darf als glücklicher Umstand gelten, dass dieser Brunnen fast unversehrt erhalten blieb. Bei einer Tiefe von 5 m und einem Durchmesser von 1,10 m ist er in einem hervorragenden Zustand.

Der Malscher Ziegelhofbrunnen

Geschützt wird dieses Denkmal durch eine massive Betonplatte.

Bei einer Öffnung des Brunnens wurden von mir zahlreiche fotografischen Aufnahmen gemacht die einem ausgewiesenen Experten, Herrn Dr. Ludwig H. Hildebrandt, Wiesloch vorgelegt wurden. Dr. Hildebrandt ist mit zahlreichen archäologischen Grabungen vertraut und hat entsprechende Berichte veröffentlicht.

Auf Grund der vorgelegten Aufnahmen hat Herr Hildebrandt den Brunnen als „sehr wertvoll“ bezeichnet.

Bei mehreren von mir durchgeführten Feldbegehungen konnten auch Keramikfunde des 12./13.Jh. festgestellt werden.

Unsere Absicht ist es nun, diesen Brunnen fachmännisch aufmauern zu lassen und anschließend mit einer schützenden Abdeckung zu versehen.

Als Vorbild soll uns der wieder aufgemauerte Brunnen der Wüstung „Grauenbrunnen“ bei Leimen/Nußloch dienen.

Brunnen der Wüstung "Grauenbrunnen"

Des weiteren ist vorgesehen, am Brunnen eine Tafel mit einem erklärenden Text anzubringen.

Spontan haben sich die Sparkasse Malsch, AXA Colonia Kühn & Partner, Steuerbüro Balzer, die Familien Bertram Kohm, Kurt Kühn, Adolf Werner und eine weitere Privatperson bereit erklärt, uns eine Spende zukommen zu lassen, so dass wir von den angestrebten 2000 Euro immerhin schon mehr als 900 Euro zur Verfügung haben. Mit Ihrer aller Hilfe wollen wir versuchen auch die fehlende Summe noch zusammen zu bekommen.

Die Namen aller Spender (ob 1 Euro oder 1000 Euro!) werden in einer Liste erfasst welche in  einer Kartusche am Brunnen eingemauert wird.

Hier die Kontoverbindung der Heimatfreunde Malsch e.V.: Kontonummer: 22538839, BLZ: 66050101, Sparkasse Karlsruhe.

Auf Wunsch werden gerne Spendenbescheinigungen von unserem Kassier Eckart Kunz (Tel.: 07246 2458) ausgestellt. Unser Verein ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Denken Sie daran: Jede noch so kleine Spende bringt uns dem Ziel näher, ein Stück Malscher Geschichte für uns und nachfolgende Generationen zu erhalten.