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18.) Malscher Namen - Ergänzungen

  

Wie schon angekündigt, berichten wir nunmehr über Ergänzungen zu unserer Auflistung Malscher Namen, soweit solche  bis jetzt bei uns eingegangen sind :

Männliche Vornamen :

Christoph :  S t o f f l  ;  Franz :  F r o n z l  ;  Gustav :  G u s c h d , G u s c h d l  ;

Hieronymus :  H i r o n e  ;  Karl :  K a r l e  ;  Markus :  M a r k s  ;

Nikolaus :  N i g g ä s  ;Oswald :  O s l  ;  Wilhelm :  W i l l i  ;

Weibliche Vornamen :

Apolonia :  A b l o n e  ;  Balbine :  B a l b i n ä  ;  Elisabeth :  E l l i e s  ;

Karolina :  L i n  ;  Luise :  L i s s  ;  Maria :  M a r í e  ; Veronika :  K a l ä   ( z. B.  s’ g l o i K a l ä  vumm  Ewwordorf  oder  d’ H o i n o r i c h s - K a l ä  (geniwwor vumm Pfarrgässl).  Deren beider Taufname war tatsächlich  „Veronika” ) ;   Seraphina :  S e r a p h ;

Familien - und Sippennamen :

s’ B ä n d o r s :  Außer den  Bändors in der Hauptstraße gab es früher auch noch den allseits bekannten  R u w w l s -B ä n d o r.

s’ B l ä s s ä :  Der Vater soll einen weißen Fleck in seinem Haar gehabt haben, was der Familie diesen Beinamen eingebracht hat.

s’ H a s ä m i c h l s :  Dieser Name geht nicht, wie wir zunächst vermuteten, auf den Michael Reisenauer, den die älteren Malscher bestimmt noch gut gekannt und als Bassist in der Musikkapelle sowie als Sänger im Kirchenchor und beim MGV Konkordia erlebt haben. Denn niemand, (auch seine in Malsch lebenden Enkelkinder nicht,) kann bestätigen, dass besagter Michl zeit seines Lebens irgend etwas besonderes mit „Hasen” zu tun gehabt haben soll.  A b e r  :  In der Ahnentafel der Reisenauer fanden wir mit Hilfe eines seiner Enkel, dass der Großvater des schon erwähnten Michl auch Michael geheißen hat. Es liegt also sehr nahe, dass diese Neben-Berufsbezeichnung auf den älteren Michael Reisenauer (1806 - 1870) zurückgeführt werden kann und sich so bis in unsere Zeit erhalten hat.

s’ H e r i c h s :  Mehrfach hat man uns erzählt, dass einer der Vorfahren schwerhörig war und deshalb immer wieder bei Gesprächen zwischengefragt hat :   Was   h e r - i c h ?

s’ M ä n n l s :  Dieser Name geht tatsächlich, wie schon angedeutet, auf einen Malscher Soldaten im 19. Jahrhundert zurück (, und nicht auf „Hermann“, wie von uns zunächst vermutet ) .

s’ Z i p f l s :  Der uns noch bekannte  „alte”  Zipfel  Karl  D o l l  saß in der Schule neben einem Mitschüler, der zum Vespern immer eine Wurst dabei hatte. Und da bettelte unser Karl immer wieder : Gib mor doch wännigschdäns änn  Z i p f l vunn  derä W u r s c h d. Daher dieser besondere  „Ehrentitel“ ! 

Mehr konnten wir bis jetzt nicht herausfinden. Da bleibt also noch einiges zu tun. Wir bitten daher noch einmal um Ihre Mithilfe!

Unsere Vorfahren waren ja auch recht großzügig beim Verteilen von Schimpfnamen.  Und da gab es schon einige Scheltnommä, die oft unter die Gürtellinie gingen. Solche negative Benennungen bleiben bei unserer Betrachtung aber unberücksichtigt.  Denn beleidigt wird bei uns niemand ! 

 

Mehr darüber in Kapitel 19.