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1.) Unsere
Malscher Sprache – Einführung Es ist schon einige Jahre her, dass mich unser
Ehrenpräsident Wilhelm Wildemann dazu brachte, in seinem 2. Heimatbuch „Malscher
Leben“ einige Gedanken zum Thema „Warum
mir so schwätzed, wie mor schwätzed“ einzubringen.
Das tat ich damals sehr gerne, hatte ich mich ja schon früher mit dem
Sammeln von typischen Malscher Ausdrücken beschäftigt.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich vom Vorstand unseres Vereins
gebeten, ja gedrängt wurde, mich dieses Themas ganz besonders anzunehmen. Und
das tue ich jetzt wieder gerne, fühle
ich mich doch alter Malscher Tradition besonders verbunden und verpflichtet. Beim Überdenken der mit gestellten Aufgabe kamen mir
spontan Bilder aus der Schöpfungsgeschichte unseres Planeten in den Sinn, von
den ersten primitiven Lebewesen, den Einzellern, bis hin zu den höchstentwickelten
Tieren, den Primaten. Aber dann ist etwas Unglaubliches, Einmaliges geschehen:
Gott schuf den Menschen und hauchte ihm nicht nur den Odem des Lebens ein,
sondern verlieh ihm als einzigem Wesen die Fähigkeit, sprechen zu können. Das
war die Geburtsstunde der Menschheit! Menschen können miteinander sprechen,
Gedanken austauschen, im Voraus denken und planen, ja sogar mit ihrem Schöpfer
reden. Dadurch erst wurde der
Mensch, wie die Bibel sagt, zum
Ebenbild Gottes und damit zur Krone der Schöpfung. So konnte der Mensch also auch eine Sprache
entwickeln, ständig fortentwickeln bis auf den heutigen Tag! Und
so ist auch unsere Malscher Sprache,
unsere Mundart, entstanden! Natürlich wissen wir, dass unsere Großeltern in
vielem anders geredet, sich anders verständigt
haben wie wir heute. Doch vieles ist auch
geblieben bis in unsere Zeit hinein. Dies nun zu erhalten
und zu pflegen, ist uns, die wir
uns der Tradition in besonderer Weise verpflichtet
fühlen, ein ganz besonderes
Anliegen. Beginnend mit dem Kapitel 2: „Unsere Malscher
Sprache – Schriftarten“ wollen wir
nun einen Streifzug durch die Facetten unserer Malscher Mundart unternehmen. |