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Mehr als ein Zeichen des
Glaubens.... Etwas über das zunehmende Interesse an christlichen
Wegzeichen
Als
vor etwas mehr als zwei Jahren der jüngste Verein unserer Gemeinde, die
„Heimatfreunde Malsch e.V.“ gegründet wurde, etablierte sich auch der
Arbeitskreis „Kleindenkmale und Wegkreuze“ als eine wichtige Säule der
Vereinsaktivitäten. In
dieser frühen Phase des Vereinslebens besteht dessen Aufgabe in erster Linie
darin, sämtliche Kleindenkmale, weltliche wie auch religiöse, zu erfassen, zu
beschreiben und der Bevölkerung bekannt zu machen. Gerade der letzte Punkt,
Lenken der Aufmerksamkeit auf unsere schönen Feld- und Wegkreuze war und ist
eines unserer vorrangigen Anliegen. Eine unserer ersten Tätigkeiten bestand darin eine Gesamtliste zu erstellen in welcher alle Kleindenkmale in Malsch erfasst sind. Diese Aufgabe ist bei weitem noch nicht abgeschlossen denn der Begriff des Kleindenkmals ist sehr weit gefasst und beschäftigt sich mit zahlreichen, oft unterschiedlichen Objekten. Da war es schon einfacher unsere Weg- und Feldkreuze zu erfassen, zu beschreiben und so vorläufig in einer Liste festzuhalten. Im Laufe der Zeit konnten dabei nach und nach Kontakte zu interessierten Bürgerinnen und Bürgern geknüpft werden und wer unsere Artikel aufmerksam und regelmäßig liest, und dies geschieht ganz offensichtlich, findet immer wieder die Namen von Männern und Frauen die sich um diese christliche Wegzeichen kümmern und denen deren Zustand nicht „einfach egal“ ist. Im Gegensatz zu den Sechziger Jahren, als ein Teil der weltlichen und kirchlichen Verantwortungsträger von einem überdrehten Modernisierungswahn ergriffen waren, ist es heute wohl nicht mehr möglich, ein durch Unfall beschädigtes Feldkreuz vollends klein zuhauen und mit den Trümmern einen, sich in der Nähe befindlichen jahrhundertealten Brunnen zu verfüllen. So geschehen mit dem Kruzifix an der Kreuzung in Neumalsch. Als positive Erfahrung kann jetzt schon festgestellt werden: Die Leute sind aufmerksamer geworden und interessieren sich zunehmend für christliche Wegzeichen, denn immer wieder wurden und werden wir darauf angesprochen, sei es dass ein besonders schöner Blumenschmuck aufgefallen ist, ein Kreuz neu eingefasst oder über den Ölberg berichtet wurde. Wenn wir nun einen Blick über unsere Gemeindegrenzen hinaus wagen, stellen wir fest, dass auch anderwärts sich einiges tut. Erinnern Sie sich noch an die feierliche Segnung des Feldkreuzes am Fuchseck im Mai vergangenen Jahres, von dem ausführlich in der regionalen Presse berichtet wurde ? Seither haben auch ähnliche Aktivitäten in anderen Gemeinden stattgefunden. In Rheinstetten , Neuburgweier, Karlsbad oder Waldbronn z.B. konnte von Kreuzsegnungen, unter Beteiligung zahlreicher Besucher gelesen werden. Das macht uns doch ein wenig stolz und spornt an, weiter zu machen. Ein Wort noch zum Internetauftritt der Heimatfreunde: Dieses moderne Instrument der Nachrichtenverbreitung mag dem einen oder anderen Mitbürger noch etwas suspekt bzw. gewöhnungsbedürftig erscheinen, hat sich aber für uns als werbewirksame Plattform herausgestellt die uns erlaubt nicht nur lokal zu wirken sondern z.B. auch mit den Auslandmalschern oder deren Nachfahren ein Stück alte Heimat nahezubringen. Das zeigen doch einige Anfragen zu allen Feldern unseres Vereines bei denen wir helfen bzw. auf weiterführende Literatur verweisen konnten. Letztendlich mag das Internet als Einstieg eine Möglichkeit sein, die Jugend für heimatkundliche Themen zu interessieren. Neben kakerlakenfressenden Schwachköpfen und anderen in den modernen Medien inszenierten Verdummungs- und Ablenkungsorgien gibt es noch das ganz normale Leben in all seiner spannenden Vielfalt. Das gilt es zu zeigen. Nun, vielleicht gelingt es, unsere christlichen Wegzeichen in Form einer Broschüre der Bevölkerung vorzustellen, so wie es schon vor einiger Zeit an dieser Stelle als Aufgabe des Arbeitskreises angedacht worden war. Auch die Auflage eines themenbezogenen Kalenders oder Ansichtskarten sind eine Überlegung wert. Es gibt noch viel zu tun, helfen Sie mit ! |